Hybrid Cloud | Definition und Praxistipps

Hybrid Cloud

Was ist eine Hybrid Cloud?

Die Hybrid Cloud bezeichnet eine Mischform der beiden Cloud-Konzepte Private Cloud und Public Cloud. Dabei können Unternehmen ihre IT-Ressourcen lokal, also On-Premises, betreiben und verwalten, während ein anderer Teil außerhalb des eigenen Unternehmens betrieben wird. Sprich die datenschutzkritischen Anwendungen werden im Unternehmen betrieben und öffentliche Services bei externen Anbietern laufen über das Internet. Die Hybrid Cloud versucht hierbei die Vorteile beider Konzepte in einem gemeinsamen Konzept zu vereinen und lässt sich auch für datenschutzkritische Anwendungen einsetzen.

Autor: Roman Isheim, 09.04.2018, Thema: Hybrid Cloud

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Hybrid Cloud – Das spricht dafür

Hybrid Cloud | VorteileWenn die IT-Infrastruktur Anforderungen erfüllen muss, die auf einer eigenen On-Premises-Architektur nur schwer und mit hohen Kosten zu realisieren ist, so bietet sich eine Hybrid Cloud als ideale Lösung an. Dadurch, dass die Hybrid Cloud öffentliche Cloud-Anteile beinhaltet, ist sie gut skalierbar und erfüllt selbst kurzfristige Ressourcen-Anforderungen problemlos. Aufgrund dieser Flexibilität, lassen sich Business Cases schnell und kostengünstig umsetzen, ohne dass auf Sicherheit und Datenschutz verzichtet werden muss. Müssten beispielsweise Daten wegen den Datenschutzrichtlinien lokal innerhalb der Organisation gespeichert werden, so ist dies mit der Hybrid Cloud problemlos möglich.

In der Private Cloud kann die Datenbank lokal betrieben werden, während die Public Cloud die zugehörigen Web-Applikationen bereitstellt. Die Anwendungen sind weltweit über die Web-Applikationen  der Public Cloud für die User erreichbar, obwohl die Daten weiterhin lokal innerhalb der Organisation gehostet sind. Zudem bestehen keine Einschränkungen in der Skalierbarkeit, da zusätzliche Ressourcen über die Public Cloud jederzeit zubuchbar sind.

 

Das spricht gegen eine Hybrid Cloud

Hybrid Cloud | NachteileDie Komplexität der IT-Infrastruktur steigt durch den gleichzeitigen Einsatz von einer Private und Public Cloud. Egal wie ähnlich beide von der Architektur beide aufgebaut sein mögen, bestimmte Unterschiede wird es immer geben. Je größer die Unterschiede in der Cloud-Architektur sind, umso schwerer wird es auch sein, unterschiedliche Cloud-Lösungen wie eine einzige Umgebung zu verwalten. Zudem besteht ein gewisses Risiko, dass Daten im falschen Cloud-Anteil gespeichert oder bearbeitet werden, und so die falschen Daten in die Öffentlichkeit gelangen können. Außerdem müssen Geschäftsprozesse genau analysiert und entsprechend der Cloud-Modelle aufgeteilt werden. Nicht vergessen sollte man zudem, dass das Management der Hybrid Cloud aufwendiger ist.

 

PDF-Angebot Hybrid CloudHinweis: Unsere Berichte sind oft sehr ausführlich. Daher bieten wir an dieser Stelle eine Zusendung des Artikels im PDF-Format zur späteren Sichtung an. Nutzen Sie das Angebot um sich die Praxis-Impulse in Ruhe durchzulesen, Sie können hierfür auch einfach auf das PDF-Symbol klicken.

 

Hybrid Cloud – 3 Tipps zum Schutz

1) Kriterien für die Datenspeicherung definieren Risiko-Management umsetzen
Haben Sie sich für eine Hybrid Cloud entschieden, sollten Sie zu Beginn die verwendeten Datentypen analysieren und ihre Sensibilität bewerten. Sowohl die eigenen als auch diejenigen Ihrer Kunden. Kritische, persönliche und geheime Daten, auch in Bezug auf geistiges Eigentum, sollten im eigenen Rechenzentrum gespeichert werden, wobei der Zugang nur für autorisierte Mitarbeiter möglich ist.

2) Beachtung lokaler Gesetze und Rechtsprechung
Hybrid Cloud | Gesetze beachtenBei der Auswahl ihres Providers ist es wichtig, dass sein Rechenzentrum physikalisch in einem Land steht, in dem die Richtlinien zum Umgang und Speichern von Daten die Geschäftsinteressen des eigenen Unternehmens unterstützen. Unabhängig von den abgelegten Daten fällt jedes Rechenzentrum unter die lokalen Datenschutz- und Datensicherheitsgesetze des jeweiligen Landes. Sollten Sie also einen Provider nutzen, der seine Rechenzentren im Ausland besitzt, so sollten Sie die entsprechenden Vorgaben kennen und befolgen. Ansonsten müssen Sie mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

3) Verschlüsselung gespeicherter und übertragener Daten
Es ist wichtig jeden Datentransfer zwischen Kunden und Service Provider zu verschlüsseln, um Man-in-the-Middle-Angriffe zu vermeiden, die alle übertragenden Daten abfangen und dechiffrieren können. Zusätzlich sollten Sie alle lokal und in der Cloud gespeicherten Daten verschlüsseln. Dadurch wird gewährleistet, dass Cyberkriminelle im Falle eines Datenlecks oder eines unberechtigten Zugriffs, nicht in der Lage sind die Daten zu lesen.

 

Erfahrungsaustausch auf dem IT-Kongress und Karrieretag am 12. April 2018 in Darmstadt

In der Cloud hört dich keiner schreien!

 

ANDY GRUNWALD, Team Lead Software Operations, trivago

In der modernen Welt der (Web)-Infrastruktur sind diese Begriffe nicht mehr wegzudenken. Über die Theorie wird viel gesprochen, aber wie sieht es in der Praxis aus? Welche Vorteile ziehen Unternehmen daraus und welchen Herausforderungen muss sich ein Software Engineer stellen? Antworten gibt Andreas Grunwald in seiner Keynote zum Thema „Cloud“, „verteilte Systeme“, „Weltweite Skalierung“.“

Ein besonderer Veranstaltungsrahmen wird auf dem IT-Karrieretag in Darmstadt geboten. Denn es handelt sich um alles, nur nicht um eine klassische Job- und Karrieremesse. Das Vortragsprogramm ist so konzeptioniert, dass die Vorträge auch für Fachkräfte interessant sind, welche beruflich schon fest im Sattel sitzen. Details und kostenloses Ticket erhalten Sie mittels Klick auf das obige Bild oder auf diesen Link.