Sicherheit bei Gesichtserkennung, Fingerabdrucksensor & Co.

Sicherheit bei Geischtserkennung, Iris-Scanner und Fingerabdrucksensor

Das Smartphone gehört mittlerweile zum Alltag vieler Menschen. Es fungiert nicht nur als Kommunikationsgerät sondern auch als Kalender, Speicher und Alltagshelfer. Die darin gespeicherten Daten können jedoch auch Dritte interessieren. Deshalb ist es wichtig, die Nutzung durch Dritte zu verhindern. Schon seit langer Zeit kann man sein Smartphone mithilfe eines PINs oder eines Entsperrmusters sichern. Heutzutage gibt es jedoch andere Methoden, wie die Gesichtserkennung, den Fingerabdrucksensor oder den Iris-Scanner. Doch sind diese Methoden auch wirklich sicher?

 

Autor: Roman Isheim, 07.02.2019, Thema: Sicherheit bei Geischtserkennung, Iris-Scanner und Fingerabdrucksensor

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Die Sicherheit bei der Gesichtserkennung

Die Sicherheit bei der GesichtserkennungDie Gesichtserkennung ist eines der beliebtesten Methoden, um das Smartphone zu sperren. Die Gesichtserkennung reagiert sofort, wenn der Nutzer auf sein Smartphone schaut und entsperrt dieses in Sekundenschnelle. Oftmals muss der Nutzer das Gerät nicht mal berühren. Diese Entsperrmethode ist also relativ praktisch und einfach zu bedienen. Zudem versprechen die Hersteller höchste Daten- und Gerätesicherheit. Jedoch stellt sich hier die Frage, ob diese Sicherheit auch wirklich existiert. Die Gesichtserkennung ist in Modellen von Apple, Huawei und Samsung verbaut. Nur einer von den Dreien kann seinen Kunden auch eine sichere Technologie bieten. Hacker konnten die Gesichtserkennung von Android bereits schnell und einfach hacken. Die Technologie von Apple stellt da schon eine größere Herausforderung zum Knacken der Gesichtserkennung dar.

Das Android Face Unlock konnte beim Samsung Galaxy S8 leicht mit einem Foto des Besitzers überlistet werden. Auch die Verbesserung beim Samsung Galaxy S9 bietet nicht die absolute Sicherheit. Bei diesem Modell wurde die Gesichtserkennung mit dem Iris-Scanner kombiniert. Doch auch diese Kombination lässt sich ähnlich einfach überlisten wie der Gesichtsscan beim Vorgängermodell. Auch hier reicht ein Foto des Gesichts und ein hochauflösendes Foto der Iris aus. Beides wird kombiniert und schließlich wird noch eine Kontaktlinse auf die Iris geklebt und schon hat man das gefälschte Gesicht. Das System von Apple hingegen hielt mehreren Tests stand. Fotos und Theatermasken brachten keinen Erfolg. Nur eine hergestellte Maske aus Steinmehl, bestehend aus 3D-gedruckten Teilen und 2D-Fotos, konnte im richtigen Winkel zur Frontkamera das Smartphone entsperren. Das System kann also gehackt werden, jedoch braucht der normale Nutzer nichts zu befürchten, da der Aufwand dafür viel zu hoch ist.

 

Die Sicherheit bei dem Iris-Scanner

Die Sicherheit bei dem Iris-Scanner2017 kam das erste Mal der Iris-Scanner zum Einsatz. Diese Technologie basiert darauf, dass die Iris ebenfalls ein einzigartiges Merkmal eines Menschen ist und somit zur Identifikation eines Nutzers verwendet werden kann. Auch der Iris-Scanner wurde bereits einige Monate nach Veröffentlichung gehackt. Mit einem Infrarot-Foto der Iris und einer Kontaktlinse wurde diese Technologie überlistet. Auf diesen Vorfall reagiert Samsung sofort und entgegnete, dass eine solche Situation unwahrscheinlich sei. Kaum jemand ist zugleich im Besitz eines hochauflösenden Fotos, das mit einer Infrarot-Kamera aufgenommen wurde, und des entsprechenden Smartphones. Allerdings finden sich im Netz zahlreiche Anleitungen, wie ein Infrarot-Foto der Iris gemacht werden kann. Daher ist der Iris-Scanner laut Experten nur ausreichend sicher.

 

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Die Sicherheit beim Fingerabdrucksensor

Die Sicherheit bei dem FingerabdrucksensorDer Fingerabdrucksensor als Entsperrmethode kam erstmals 2013 im iPhone 5s als Touch ID zum Einsatz und ist mittlerweile in fast jedem Top-Smartphone verbaut. Auch diese Methode zum Entsperren des Smartphones ist einfach. Während der Nutzer früher über den Sensor streichen oder ihn mit dem Finger drücken musste, reicht heute ein leichtes Tippen, um das Display zu entsperren. Häufig befindet sich darunter nicht mal mehr eine Taste. Die Sicherheit des Fingerabdrucks beläuft sich auf einen statistischen Wert von 1:50.000. Dies bedeutet, dass die Erkennung des Fingerabdrucks in einem von 50.000 Versuchen bei der falschen Person reagiert.

Auch diese Methode wurde schon von Hackern überlistet. Im Netz gibt es mittlerweile zahlreiche Anleitungen, wie man so einen Fingerabdrucksensor überlisten kann. Dafür werden nur wenige Zutaten benötigt. Ein großes Problem ist, dass wir überall Fingerabdrücke hinterlassen und somit dem Hacker den Schlüssel zum Schloss unbewusst ausliefern. Es reicht jedoch nicht aus, einfach einen Fingerabdruck vom Smartphone zu nehmen und ihn vor den Scanner zu halten. Der Fingerabdruck muss extra präpariert werden, um Erfolg zu haben. Die Sensoren analysieren nicht nur das Muster des Fingerabdrucks, sondern auch die Tiefe der einzelnen Rillen. Außerdem kommt ein Infrarotsensor zum Einsatz, der ermittelt, ob das aufgelegte Gewebe lebendig ist.

FingerabdrucksensorWissenschaftlern ist es bereits gelungen, einen Masterabdruck zu generieren. Dieser wurde in einem aufwendigen Verfahren hergestellt und legt das größte Problem des Fingerabdrucksensors offen. Denn der Sensor ist zu klein. So klein, dass nur ein Teil des Abdrucks genommen werden kann. Jedoch ist nur der ganze Fingerabdruck an sich einzigartig. Teilabdrücke können aber mit anderen übereinstimmen. Die Wissenschaftler nahmen hunderte Fingerabdrücke, die sie in tausende Teilabdrücke aufteilten. So entwickelten sie eine Attrappe, mit der sich über 60 Prozent der getesteten Smartphones problemlos entsperren ließen.

 

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Fazit

Egal ob Gesichtserkennung, Iris-Scan oder Fingerabdruckscan, keines des Entsperrmethoden bietet dem Nutzer absolute Sicherheit. Die sicherste Methode scheint der Gesichtsscan von Apple zu sein. Aber auch Iris-Scanner und Fingerabdrucksensoren haben ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten. Zwar lassen sich diese Technologien überlisten, jedoch muss der Hacker auch einen gewissen Aufwand betreiben. Egal für welche Methode sich der Nutzer am Ende entscheidet, bietet es sich weiter an, ein sicheres Kennwort festzulegen. Denn oft wird die Passwort-Eingabe gefordert, wenn der Scan nicht funktionierte. Hier erfahren Sie, wie ein sicheres Passwort aussieht.

 

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