Internet of Things (IoT) – Beispiele aus dem zukünftigen Alltagsgebrauch

 Internet of Things – Was bedeutet der Begriff

Internet of Things (Kurzform: IoT) zu deutsch Internet der Dinge beschreibt, den Wandel eines herkömmlichen Computers zu einem „intelligenten Gerät“. Möglich macht es das seit 2003 unter dem Begriff bekannten Web 2.0 und die daraus folgende Vernetzung der Geräte wie Handy, Computer, Fernseher oder sogar Küchengeräte. Diese „intelligenten Geräte“ sollen den Menschen bei seinen Tätigkeiten unterstützen und nicht wie es heute noch häufig üblich ist, die ganze Aufmerksamkeit der Person auf sich ziehen. (IoT) war auch eins der großen Themen auf der Cebit 2015.

Internet of Things IoT Boten-Drone

Internet of Things – Die Vision

Die Vision des Begriffes Internet of Things besteht darin, dass Gegenstände ohne eine Interaktion mit einem Menschen intelligent handeln. So soll beispielsweise eine Waschmaschine genau dann waschen wenn der Strompreis gerade niedrig ist. Damit die Waschmaschine so handeln kann, müssen viel mehr Informationen, die in der realen Welt tatsächlich vorhanden sind, wie zum Beispiel das der Strompreis gerade niedrig ist, ins Netz gelangen. Wenn solch eine Information online ist, soll sich die Waschmaschine diese unabhängig vom Menschen beschaffen. Computer müssten also die reale Welt begreifen ohne von einem Mensch bedient zu werden. Dadurch würde ein kostengünstigeres und effizienteres Leben und Arbeiten möglich. Da menschliche Kapazitäten begrenzt sind und wir ungenauer als eine gut programmierte Maschine arbeiten.

Internet of Things IoT Waschmaschine

Internet of Things – Benötigte Technologie

Die benötigte Technologie für das IoT ist recht einfach. Man benötigt eine zentrale Datenbank die alle relevanten Informationen für den jeweiligen Gegenstand sammelt und jederzeit bereitstellt. Solche Datenbanken sind schon im betrieb wie zum Beispiel bei der Paketverfolgung im Internet. Die Technologie für das IoT muss eine hohe Zuverlässigkeit und damit eine geringe Wartungsarbeit mit sich bringen. Der Stromverbrauch der Geräte muss gering sein, da die Hardware 24 Stunden am Tag laufen würde um immer die aktuellsten Daten von der Datenbank abzurufen. Außerdem sollten die Anschaffungskosten gering sein, um möglichst viele Gegenstände mit der Technologie des Internet of Things auszustatten.

Internet of Things – Energieverbrauch

Die „Internationale Energieagentur“ fand in einer Studie heraus, dass Geräte aus dem Bereich Internet of Things 2013 rund 616 Terawattstunden Strom verbraucht haben, von denen etwa 400 Terawattstunden verschwendet wurden. Da die Steuersysteme dauerhaft mit dem Internet in Verbindung stehen. Denn dies ist die Schwachstelle der Geräte. Sie verbrauchen selbst die Energie, die sie zuvor durch intelligentes Energiemanagement eingespart haben.Internet of Things IoT Energieverbrauch

Internet of Things – Sicherheitsmaßnahmen

Aufgrund dessen das die „Dinge“ des (IoT) Daten sammeln, speichern und untereinander austauschen, tragen sie auch Daten über ihre Anwender zusammen. Hier kommt die Warnung wieder zustande, dass dies ein Eingriff in unser Persönlichkeitsrecht ist und so Datenschutzrechtlich sehr fragwürdig sei. Allerdings benötigt man keine exklusiven Sicherheitsmaßnahmen um uns zu schützen. Da wir auch heute schon Informationssicherheit im Internet gewährleisten können. Um zum Beispiel den Zugriff von außen auf das Gerät zu verhindern, wird eine geeignete Schutzmaßnahme ergriffen. Das  Gerät wird  z.B. zur Sicherheit mit einem Passwort  versehen. Es gibt noch weitere Schutzmaßnamen wie die „Mutual Authentication und den Standard „Trusted Network Connect“. Bei der „Mutual Authentication“ können sich Geräte, die über ein Netzwerk miteinander Verbunden sind, auf einer vertrauenswürdigen Verbindung unterhalten. Durch Zertifikate die die Geräte untereinander austauschen um sich gegenseitig zu authentifizieren wird diese sichere Verbindung hergestellt. Der Standard „Trusted Network Connect“ ist noch ein Stück sicherer als die „Mutual Authentication“. Hier authentifizieren sich die Geräte ebenfalls gegenseitig mit Zertifikaten. Außerdem können aber alle Zugriffe auf das Netzwerk analysiert und zugeordnet werden. Nutzern des Netzwerkes können Zugriffsrechte entzogen werden oder sie können sogar vom Netzwerk ausgeschlossen werden und hätten so keinen Zugriff mehr auf die Daten. Je nach Authentifizierung des Nutzers, hat dieser zugriff auf verschiedene Daten. Weiterführende Fachartikel zu IT-Security.

Internet of Things – Beispiel Geräte

Die Paketverfolgung die über das Internet geschieht, ist ein gutes Beispiel für das IoT. Bei der Paketverfolgung kann ein Paket, durch den Strichcode und über die entsprechende Internetseite Verfolgt werden. So kann man bequem über den Computer, das Handy oder das Tablet den Standort seines Paketes erfahren. Dadurch entstehen genaue Liefertermine wann das Paket zuhause ankommt. Ein weiteres Beispiel ist ein intelligenter Drucker. Der Füllstand einer Druckerpatrone wird schon Heute mit Hilfe von Chiptechnologie überwacht. Der Drucker der Zukunft wird erkennen wann der Füllstand der Druckerpatrone einen gewissen Wert unterschreitet und bestellt dann automatisch eine neue Druckerpatrone. Fitnessarmbänder zählt man auch zu dem Begriff IoT. Sie sind heute schon weit verbreitet. Sie liefern dem Nutzer verschiedene Grafiken und Zahlen die man im Internet abrufen kann. Fitnessarmbänder zählen beispielsweise Schritte und verbrannte Kalorien. Für ein hohes Ersparnis sorgt die intelligente Haussteuerung über das Smartphone. So erkennt die App per GPS, dass man aktuell nicht zuhause ist und schaltet die Heizung ab. Dadurch wird das Haus nicht umsonst geheizt. Einer der größten Clous in den nächsten Jahren wird die Boten-Drohne sein. Die Internet-Riesen Google und Amazon entwickeln Roboter-Drohnen zur Paketzustellung. Diese Drohnen sollen eine Lieferung innerhalb von wenigen Stunden liefern. Ein Kühlschrank der einem das nachkaufen von Lebensmittel abnimmt, auch das wird in Zukunft kommen. Dieser Kühlschrank wird den Lebensmittel-Bestand in seinem Inneren prüfen und wenn etwas fehlt, dieses Produkt nachbestellen. Zu dem wäre er mit der gesamten Küche vernetzt und könnte so einer Küchenmaschine sagen was alles im Kühlschrank ist. Diese kann dann aus den vorhandenen Produkten ein Rezept-Vorschlag für den Benutzer erstellen. Wenn man dann noch zusätzlich ein Fitnessarmband benutzt, wäre es möglich, dass Rezept auf den aktuellen Fitnessstand anzupassen. Um eine perfekte und gesunde Ernährung zu gestalten.

Internet of Things – Fazit

In den letzten Jahren hat die Technik große Fortschritte gemacht. Das Internet ist einer davon. Es veränderte unseren Lebensstil und Arbeitsweisen enorm. Doch wir sind noch lange nicht am Ende. Unser Lebensstil wird sich in den nächsten Jahren durch neue Techniken noch stark verändern. Und es wird sehr interessant diese Veränderungen mit zu erleben.

IoT-Projektbeispiele in der IBM-Zentrale live erleben

Am 27. Juli 2016, ab 16.30 Uhr treffen wir uns zum persönlichen Erfahrungsaustausch und erhalten in der IBM Think Lounge Einblick gelebter Internet of Things-Kundenprojekte. Neben Praxis-Impulse zur künstlichen Intelligenz und zu digitalen Soft Skills, lernen Sie an diesem Abend andere Forummitglieder mit unserem Premium Business Dating kennen. Mit einem Klick auf  Agenda und Anmeldeformular erhalten Sie weitere Informationen.

Unsere Fachartikel leben

  • Erstellt am 25. März 2015
  • Update am 13. Juli 2016

Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Ergänzungen, Ideen und weiterführende Links

4 Kommentare zu "Internet of Things (IoT) – Beispiele aus dem zukünftigen Alltagsgebrauch"

  1. Klaus Jan Ludwig | 18. Juli 2016 um 09:32 | Antworten

    Hallo Herr Frick,

    der Artikel liest sich sehr interessant und die Entwicklung wird auch genau in diese Richtung weitergehen. Dies erfordert aber, daß auch die Möglichkeit von Sabotageaktionen gegen Haushalte, aber auch im Industrie 4.0 – Umfeld, in dem IoT ebenfalls etabliert wird, mit in die Sicherheitsüberlegungen einbezogen werden muß. Während im industriellem Umfeld mit Sicherheitsgateways, Controllservern und neuen Standards der Zugangs- und Zugriffsteuerung gearbeitet werden kann, sind diese Sicherungsmaßnahmen durch Privathaushalte in der Regel nicht finanzierbar. Hier müssen andere Sicherheitsmaßnahmen, auch was den Datenschutz betrifft, greifen, die keine zu hohen Kosten verursachen. IoT orientiert sich des weiteren am neuen IPV6 – Protokoll, was die zukünftige Entwicklung und die Einführung betrifft, was derzeit noch erhebliche Sicherheitsbedenken mit sich bringt, da Firewalls und weitere Sicherungstechnologien noch nicht ausreichend an dieses Protokoll angepasst wurden. Es muß also gleichlaufend mit der Einführung von IoT für die Anpassung der Sicherheitssysteme gesorgt werden, auch mit Blick auf Datenbankserver und Cloud – Anwendungen, die eine Zusammenführung und Kommunikation zwischen maschinellen Ressourcen erst sinnvoll möglich macht.

    Gerne stehe ich in Fragen der Sicherheit beraterisch oder für Risikoanalysen zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Klaus Jan Ludwig

    • Thomas W. Frick | 23. August 2016 um 12:47 | Antworten

      Hallo Herr Ludwig,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Genau ihr beschriebener Inhalt gehört zu einen der großen Herausforderungen. Demnächst findet wieder die Fachmesse für IT-Security (ITSA) statt. Auch dieses Jahr werden wir uns wieder auf die Suche nach Projektbeispiele für IT-Security machen. Artikel hierzu finden Sie unter diesen Link.

      Ich freue mich wenn Sie weiterhin aktiv mitmachen.

      Gruß

      Th. Frick

  2. Klasse Aktion von Ihnen, wirklich toll! Und wenn Sie zu smarten – also zu intelligenten, vernetzten – Produkten Feuer brauchen. Hier ist Ihr Hotspot auf XING dazu am Start: #Smarter #Vertrieb im #Maschinenbau. Herzlich willkommen! http://bit.ly/1U5f1iL

    Mit digitalem Gruß Lars Zimmermann kommunikationsoptimierer.de

    • Thomas W. Frick | 23. August 2016 um 12:48 | Antworten

      Hallo Herr Zimmermann,

      vielen Dank für die Blumen. Gerne können wir einmal eine gemeinsame Veranstaltung in Angriff nehmen ;-)

      Gruß

      Th. Frick

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