7 dauerhafte IT-Risiken und Gefahrenquellen

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Das letzte Jahr war geprĂ€gt von einigen grĂ¶ĂŸeren Hackerangriffen, wie beispielsweise WannaCry. Auch in diesem Jahr werden wir höchstwahrscheinlich nicht von Angriffen verschont bleiben. Zum einen liegt dies daran, dass der Einsatz von IoT-GerĂ€ten steigt und zum anderen, weil Hacker-Tools immer einfacher zu handhaben sind. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten IT-Security-Trends in diesem Artikel auf

1. IT-Security-Hinweis: Zunahme von PowerShell-basierenden Angriffen

IT-Security-Trends 2018 | PowerShell-basierte AngriffeAnfang 2017 wurden verschiedene IT-Abteilungen der saudischen Regierung mit Makros in Word-Dokumenten kompromittiert und mit Trojaner infiziert. Ziel des Angriffs war es, mit schĂ€dlichen Skripten, bestĂ€ndig von verschiedenen GerĂ€ten aus, mit kompromittierten Webseiten zu kommunizieren, die als Proxys fĂŒr den Command-and-Control-Server fungierten. Diese bösartigen, skriptbasierten Angriffe, insbesondere die PowerShell-basierten Angriffe, sind schwer zu identifizieren. Aufgrund dessen sind sie fĂŒr Cyberkriminelle besonders attraktiv. FĂŒr dieses Jahr wurden viele weitere PowerShell-Angriffe prognostiziert.

 

2. IT-Security-Hinweis: IT-Sicherheitssoftware als Angriffsziel

Die Forscher von Malwarebytes rechnen damit, dass Hacker 2018 vermehrt auch IT-Sicherheitslösungen ins Visier nehmen und fĂŒr eigene Zwecke nutzen werden. Durch die gezielten Angriffe auf vertrauenswĂŒrdige Programme und Lösungen können Cyberkriminelle unterschiedliche GerĂ€te steuern und die Nutzer manipulieren. Dies erfolgt beispielsweise, indem Programme direkt auf dem Endpunkt unterwandert werden oder der  Cloud-Datenverkehr abfangen und umleiten wird. Die Folge könnte sein, dass die Öffentlichkeit dadurch eine negative Wahrnehmung von SicherheitslĂŒcken bei vertrauenswĂŒrdigen Programmen, wie z.B. Antivirus-Programm, das Vertrauen hinsichtlich der Nutzung fĂŒr den Basisschutz verliert.

3. IT-Security-Hinweis: Cryptojacking soll Hacker reich machen

IT-Security-Trends 2018 | Cryptojacking-AngriffeEnde 2017 haben die Cryptojacking-AktivitĂ€ten besonders zugenommen. Dabei handelt es sich um einen Vorgang, bei dem mit fremden Rechnern ungefragt Kryptogeld geschĂŒrft wird. Dieses Jahr blockierte das IT-Security-Unternehmen Malwarebytes an nur einem Tag 11 Millionen Verbindungen zu Coin-Mining-Seiten. Dabei ist es laut Malwarebytes, schwierig zwischen alltĂ€glichen Internetnutzern und Cyberkriminellen zu unterscheiden. Denn mit dieser Methode lasse sich einerseits die eigene Webseite monetarisieren, andererseits können sie von Cyberkriminellen auch zur eigenen Bereicherung genutzt werden. Der grĂ¶ĂŸte Teil des Cryptojackings geht von legitimen Webseiten aus.

4. IT-Security-Hinweis:  Cyberkriminelle werden professioneller und organisierter

Heutzutage brauchen Cyberkriminelle immer weniger Vorwissen und technische FĂ€higkeiten, um einen Cyberangriff zu starten. Dies ist auch der Grund fĂŒr die vermehrten Angriffe. Dieses Wachstum ist zugleich auch eine Reaktion auf die Medien und die Popkultur, die die RentabilitĂ€t und den Erfolg von CyberkriminalitĂ€t bekannt gemacht haben. Alleine Ransomware-Angriffe bescherten den Angreifern dieses Jahr eine Milliarde US-Dollar. Auch die Tatsache, dass CyberkriminalitĂ€t in einigen Teilen der Welt nicht hartnĂ€ckig rechtlich oder polizeilich verfolgt wird, erhöht die Bereitschaft, einen Angriff zu starten. Dies fĂŒhrt dazu, dass die „Etablierten“ in dieser Szene, ihre Einnahmequellen und Einsatzgebiete noch aggressiver als zuvor verteidigen.

5. IT-Security-Hinweis: Bildungseinrichtungen als Hauptziel

IT-Security-Trends 2018 | Bildungseinrichtungen als HauptzielBildungseinrichtungen haben oftmals eine nicht ausreichend geschĂŒtzte und gepatchte IT-Infrastruktur. Denn oft mangelt es an fĂ€higem Personal, um sich professionell zu schĂŒtzen. Zudem gibt es eine unĂŒberschaubare Anzahl an Endpunkten, die unter anderem eine große Menge an sensiblen Daten ĂŒber Studenten, Dozenten und Forschungsprojekte enthalten. Vor allem auf solche sensiblen Daten haben es Cyberkriminelle meistens abgesehen. Es kann also mit vermehrten Angriff im Jahr 2018 gerechnet werden.

6. IT-Security-Hinweis: IoT als Hauptangriffsziel

IoT-Modelle bieten natĂŒrlich sehr viele Vorteile. Gesundheitsinstitutionen profitieren beispielsweise davon. Eine grĂ¶ĂŸere Vernetzung von GerĂ€ten bedeutet fĂŒr sie eine bessere Datenanalyse und somit eine bessere Versorgung von Patienten. Aber diese Vorgehensweise erhöht das Risiko von Datenverlust der Patienteninformationen oder unerlaubtem Zugriff auf die GerĂ€te. Die Gesundheitsbranche ist also gezwungen die neue Ära der Vernetzung und der IT-Sicherheit genau zu analysieren. Sicherheitsprotokolle mĂŒssen sich Ă€hnlich wie bei der Digitalisierung von Patientenakten weiterentwickeln, um der wachsenden Bedrohung entgegenzuwirken. Laut IT-Security-Experten sollten die GerĂ€te eine starke Authentifizierung, eingeschrĂ€nkten Zugriff und eine ÜberprĂŒfung der GerĂ€te-zu-GerĂ€te-Kommunikation aufweisen. Ein entscheidender Faktor zur Sicherung dieser GerĂ€te kann die VerschlĂŒsselung sein. Falls GerĂ€tehersteller diese Technologie nicht selbst ĂŒbernehmen, mĂŒssen sie Drittanbieter  anbieten.

7. IT-Security-Hinweis: Vermehrter Einsatz von ComputerwĂŒrmern

IT-Security-Trends 2018 | ComputerwĂŒrmerDie Schadprogramme WannaCry und Trickbot verwendeten 2017 Wurmfunktionen, um Malware zu verbreiten. Weitere Malware-Familien werden 2018 diese Technik nutzen, da sich die Kompromittierung von Netzwerken durch WĂŒrmer erfolgreicher darstellt, als alle anderen Methoden. HauptsĂ€chlich aber, da sie sich am schnellsten verbreiten. Hat ein Cyberkrimineller herausgefunden, wie er WĂŒrmer anwenden kann, ohne groß aufzufallen, so kann diese Taktik sehr erfolgreich sein. Somit können wir auch im Jahr 2018 mit neuen Angriffen dieser Art rechnen.