Android Virenscanner übertragen private Daten!

IT-Sicherheit und Schutz vor Angreifern gewinnt vor allem auch in dem heutigen Zeitalter von Smartphones und Tablets immer mehr an Bedeutung. Trotzdem hat neben der Sicherheit vor Schadsoftware oder Angriffen von außen der Datenschutz höchste Priorität bei den Nutzern – doch wie aktuelle Tests der Fachzeitschrift „c’t“ ergaben, senden sogar Android Virenscanner private Nutzerdaten an die Hersteller.

Virenscanner für Android Smartphones

Der schnelle Aufstieg der Smartphones und Tablets bietet ungeahnte Plattformen für Schadsoftware wie Trojanern oder Malware und somit auch für kriminelle Aktivitäten. Ob das Kopieren von Passwörtern, die Nutzung kostenpflichtiger Dienste oder das Ausspähen von Zugangsdaten für Online-Banking – besonders für Anwender des mit dem größten Marktanteils bestehenden Betriebssystems Android sind die Bedrohungen bei der täglichen Nutzung mobilen Internets immens. Innerhalb vieler Android-Geräte existieren ungeschlossene Sicherheitslücken und oftmals können Anwender keine Sicherheits-Updates installieren, da alte Versionen des Betriebssystems Android sehr häufig im Umlauf sind. Trotzdem benötigen Viren und Trojaner häufig die Mithilfe der Nutzer – Apps, die als augenscheinlich sinnvoll erscheinen, können sich schnell als Schädlinge herausstellen. Aus diesem Grund ist der Einsatz eines Virenscanners, vor allem innerhalb des Betriebssystems Android, unerlässlich.

Android Virenscanner übertragen private Nutzerdaten

Doch das Vertrauen der Anwender in die Virenscanner scheint sich offenbar nicht auszuzahlen – wie aktuelle Tests des Fachmagazins „c’t“ ergaben, übertragen einige Virenscanner mehr Informationen zum privaten Nutzerverhalten als notwendig. Besonderer Kritikpunkt ist dabei die so genannte Safe-Browsing-Funktion der Android Virenscanner, die Nutzer vor Aufrufen potenziell gefährlicher Webseiten schützen soll. Doch wie die Ergebnisse der Tests zeigten, senden vier der sechs getesteten Virenscanner neben eigentlichen Domains zusätzlich auch vollständige URL-Pfade der Webseiten an die Hersteller. Dies kann vor allem dann zu Problemen führen, wenn die Parameter innerhalb der URL auch Passwörter oder andere vertrauliche Daten enthalten. Außerdem werden die Informationen unverschlüsselt gesendet, was die Gefahr eines Angriffs von außen akut erhöht. Die einzige positiv bewertete Applikation ist „Mobile Security & Antivirus“ von Eset, die die Tester mit geeigneten Datenschutzmaßnahmen überzeugte.

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