Cerberus – Angriff der Banking-Malware

Cerberus

Dass Malware eine stetige Bedrohung darstellt, ist den meisten Usern bekannt. Dennoch wird der Schutz vor eben dieser Bedrohung häufig vernachlässigt, vor allem in Bezug auf Smartphones. Nun boomt eine altbekannte Banking-Malware, die Android-Geräte, welche zum Online-Banking verwendet werden, ins Visier nimmt. Die Rede ist von Cerberus. Was es mit dem Virus auf sich hat und wie man sich davor schützen kann, erklärt der folgende Artikel.

Cerberus: Die Entdeckung des Höllenhunds

Cerberus EntdeckungDer Begriff Cerberus stammt aus der griechischen Mythologie und bezeichnet dort einen Höllenhund – ein äußerst treffender Name für diese Banking-Malware. Erstmals entdeckt wurde der Virus 2019 vom russischen IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky. Cerberus schleicht sich in Android-Geräte ein und erbeutet zum Online-Banking gehörende Daten. Dadurch wird die Malware zum tückischen Problem für Banken und Online-Banking User.

Veröffentlichung des Quellcodes führt zu Infektionsanstieg

Nachdem die Entwickler des Virus noch im April 2020 über vermeintliche weiterführende Pläne mit Cerberus gesprochen hatten, kam die Veröffentlichung des Quellcodes im Juli desselben Jahres mehr als überraschend. Zunächst versuchten die Entwickler wohl, ihr Werk zu verkaufen. Als dies fehlschlug, entschieden sie sich dafür, den Quellcode unter dem Namen Cerberus v2 auf einem russischen Underground-Forum zu veröffentlichen. Seitdem steht Cerberus den Hackern und Cyberkriminellen dieser Welt offen zur Verfügung und kann kostenlos verwendet werden.

Die Folge: Die Zahl an infizierten Geräten stieg rasant und befindet sich noch immer auf einem Höhenflug. Laut Beobachtungen von Kaspersky stellen offenbar hauptsächlich User in Russland und Europa eine beliebte Zielscheibe dar.

Cerberus ist gefährlicher als zuvor

Cerberus GefahrCerberus ist nicht nur aktiver, sondern auch gefährlicher als zuvor. In der Version v2 gelingt es der Malware, SMS-Codes zu verschicken und abzugreifen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu knacken, Overlays für Online-Banking Dienste zu öffnen, Anrufe umzuleiten und Kreditkartendaten abzurufen. Wir haben es hier also mit einer hochfunktionalen Schadsoftware zu tun, die Android Nutzer mit einer überaus realen und sich nahezu rasend verbreitenden Gefahr konfrontiert.

3 Tipps zum Schutz vor Cerberus und anderen Angreifern

Was kann man tun, um sich vor Cerberus und ähnlichen Viren zu schützen? Wer diese drei Tipps beherzigt, sorgt vor und kann die Gefahr zuverlässig bannen:

1. App-Download nur von offiziellen Quellen

Sämtliche Apps – egal ob fürs Banking oder zum anderweitigen Gebrauch – sollten nur von den bekannten, offiziellen Quellen, also dem App oder Playstore, bezogen werden.

2. Updates durchführen

Updates für Anwendungen und das Betriebssystem sollten lückenlos und möglichst zeitnah durchgeführt werden. So werden potenzielle Sicherheitslücken zügig geschlossen.

3. Anerkannte Sicherheitsprogramme nutzen

Zudem ist die Nutzung eines anerkannten, wirklich effektiven Sicherheitsprogramms nicht nur am Desktop, sondern auch für mobile Geräte, empfehlenswert.

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