Dark Data – Die dunkle Seite der Daten

Dark Data

Daten sind das vielleicht wertvollste Gut unserer Zeit – und sie sind allgegenwärtig. Das IDC-Institut schätzt, dass 2020 weltweit rund 40 Zettabyte Daten anfallen werden. Diese riesigen Datenmengen stellen für Unternehmen nach wie vor eine große Herausforderung dar, die, wie die Ergebnisse einer Studie zeigen, vielerorts mehr schlecht als recht gemeistert wird. Dieser Artikel ergänzt unseren Dark Data Artikel, den wir im März 2018 veröffentlicht haben, befasst sich mit dem Dark Data und informiert über die Ergebnisse der genannten Studie.

Autor: Thomas W. Frick, 16.05.2019, Thema: Dark Data

Was ist mit Dark Data gemeint?

Dark Data klingt mysteriös und mutet fast schon ein bisschen unheimlich an. Mit den „dunklen Daten“ ist der Teil der Datenmasse gemeint, der nicht gefunden und analysiert wird oder von dessen Existenz Unternehmen schlicht und einfach gar nichts wissen. Es handelt sich hier also um verborgene, ungenutzte Daten, die irgendwo im System vor sich hin schlummern.

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Die Dark-Data-Studie und ihre Ergebnisse

Dark Data StudieDer Datenauswertungsexperte Splunk führte in Zusammenarbeit mit TRUE Global Intelligence eine Studie durch, die sich explizit mit Dark Data in Unternehmen beschäftigt und im April 2019 veröffentlicht wurde. Im Rahmen der Studie wurden rund 1.300 Führungskräfte aus den Bereichen Geschäftsleitung und IT dazu befragt, wie das Sammeln, Analysieren und Verwalten von Daten in ihrem Unternehmen gehandhabt wird. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse.

 

Sind sich Unternehmen dem Wert der Daten bewusst?

Das Bewusstsein für den Wert der Daten ist grundlegend vorhanden. 76% der Studienteilnehmer aus Deutschland, Frankreich, China, Japan, Australien, Großbritannien und den USA sind der Meinung, dass sich im direkten Wettbewerb das Unternehmen durchsetzen wird, das über die höchste Datennutzung verfügt.

Wie wird der Anteil an „dunklen Daten“ eingeschätzt?

Ein Drittel der befragten Führungskräfte ordnet 75% der Daten, die in ihrem Unternehmen anfallen, der Kategorie Dark Data zu. Rund 60% der Teilnehmer vermuten, dass Dark Data immerhin mehr als die Hälfte der Gesamtheit der Daten ausmacht.

Woran liegt es, dass der Dark-Data-Anteil in den Unternehmen so hoch ist?

Der Großteil der Befragten ist sich im Klaren darüber, wie wichtig eine möglichst weitreichende Datennutzung ist. Es stellt sich also die Frage, warum dunkle Daten dennoch in solch großem Umfang vorhanden sind. Laut Studie spielen diese Aspekte eine Rolle:

Fehlende Tools

Zum einen fehlen Tools, die ein Unternehmen dazu befähigen, Dark Data aufzuspüren und zu nutzen.

Mangel an kompetenten Mitarbeitern

Mangel an MitarbeiternZum anderen mangelt es an Know-How. Den Unternehmen fehlen Mitarbeiter, die sich kompetent um die Datenverwaltung kümmern können. 53% der Studienteilnehmer halten sich selbst für zu alt, um sich neue Kenntnisse auf diesem Gebiet anzueignen. Trotzdem bejahen 92% die Frage danach, ob sie den Erwerb von Datenkompetenzen beabsichtigen – auch wenn sich laut Umfrage nur 57% wirklich dafür begeistern können.

Wenig Unterstützung durch die obere Führungsetage

66% der Teilnehmer nehmen eine fehlende Unterstützung aus der oberen Führungsetage als hindernden Umstand wahr.

Kein Interesse

Zu guter Letzt geben rund 21% der Befragten an, dass die obere Führungsebene kein Interesse an einer Verbesserung der Datennutzung zeigt.

Wie wird das Potenzial eines verstärkten KI-Einsatzes zur Datenanalyse bewertet?

Ein großer Teil der Studienteilnehmer, nämlich 71%, glaubt, dass der verstärkte Einsatz von KI zur Datenanalyse großes Potenzial birgt, wobei sich 82% sicher sind, dass künstliche Intelligenz den Menschen auch in diesem Bereich nicht ersetzen können wird. Dass KI bestehende Wissens- und Qualifikationslücken in der IT-Abteilung ausgleichen kann, glauben 73%.

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Andere Länder, andere Sitten: Dark Data ist keine Ausnahme

Dark Data globale UnterschiedeFührungskräfte aus verschiedenen Ländern sehen die angesprochene Thematik aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. So glauben 93% der chinesischen Teilnehmer, dass intelligente Maschinen dem Menschen hinsichtlich gewisser Fähigkeiten, wie Eigeninitiative oder Kreativität, immer unterlegen sein werden. Auch in anderen Ländern ist diese Meinung gehäuft vertreten, allerdings in einem geringeren Ausmaß. Was die Akzeptanz von künstlicher Intelligenz betrifft, bildet Australien das Schlusslicht. Nur 43% der australischen Befragten sehen KI aktuell oder in Zukunft als wichtigen Bestandteil ihres Unternehmens an. Global gesehen sind immerhin 52% dieser Meinung. Und auch die Antworten deutscher Führungskräfte stimmen nicht in allen Punkten mit dem vorherrschenden Meinungsbild überein. Nur 58% glauben, dass der Wert von Daten im vor uns liegenden Jahrzehnt steigen wird. Weltweit vertreten 71% diese Ansicht.

Dunkle Daten bergen potenzielle Gefahren

Eine geringe Datennutzung führt einerseits dazu, dass vorhandenes Potenzial ungenutzt bleibt, birgt andererseits aber auch Gefahren, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. Besondere Relevanz hat hier das Stichwort DSGVO. Nach der Datenschutzgrundverordnung sind Unternehmen dazu verpflichtet, persönliche Daten auf Anfrage der jeweiligen Kunden oder Mitarbeiter zeitnah bereitzustellen. Dies setzt voraus, dass diese Daten auffindbar sind, bereits kategorisiert wurden und demnach problemlos ausgegeben werden können. Je mehr Daten unerkannt im Dunkeln umherschwirren, desto höher ist außerdem das Risiko, dass sich äußerst sensible Daten darunter befinden, die sich unter Umständen und in den Händen der „falschen“ Menschen fatal auf das Unternehmen auswirken können.

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